Fremdsprachige Medien in Deutschland nehmen zu

16. September 2002, 14:36
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"Zwei voneinander getrennte Medienwelten"

In Deutschland nimmt die Zahl der nicht-deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften sowie Radio- und Fernsehprogramme stetig zu. Zurzeit gibt es bundesweit über 2.500 fremdsprachige Medien, teilte die Arbeitsgemeinschaft Internationale Medienhilfe (IMH) am Montag in einer Aussendung mit. Seit 1990 sei deren Zahl um rund 40 Prozent gestiegen. Besonders groß sei der Anstieg bei Medien in türkischer, russischer und chinesischer Sprache.

Auflagenzahlen im Millionenhöhe

Die steigende Zahl an fremdsprachigen Publikationen habe bereits Auflagenzahlen in Millionenhöhe zur Folge, werde aber von der deutschsprachigen Medienlandschaft kaum beachtet. Die IMH spricht von "zwei voneinander getrennten Medienwelten". Zumeist werden diese fremdsprachigen Medien von Ausländern für Ausländern produziert.

30 Prozent der fremdsprachigen Publikationen in Deutschland bedienen sich der Sprache Englisch. Es sind dies zumeist wissenschaftliche Fachzeitschriften. Türkischsprachige Medien machen ein Viertel, russische ein Fünftel der fremdsprachigen Publikationen aus. Sprachen aus dem ehemaligen Jugoslawien, vor allem Serbokroatisch, kommen auf etwa fünf Prozent. Etwa 20 Prozent machen Publikationen in sonstigen Sprachen aus. Die Anzahl chinesischsprachiger Medien ist zwar im Vergleich mit anderen Sprachen gering, ihre Zahl steigt aber ähnlich rasch wie die türkischer und russischer Publikationen. (pte)

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