Münzen aus der Römerzeit in der Schweiz entdeckt

16. September 2002, 14:23
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Zwei keltische und 37 römische - allerdings mit Prägungen von geringem Wert

Blickensdorf - Archäologen haben in der Schweiz mehrere römische Münzen entdeckt. Es könnte sich dabei um eine Kollekte aus einem Opferstock handeln. Mit dem heute archäologisch wertvollen "Schatz" hätten im ersten Jahrhundert nach Christus 80 Kilogramm Brot gekauft werden können, wie die Wissenschaftler am Montag auf einer Pressekonferenz in Baar erklärten. Die Funde bei Blickensdorf auf der Kantonsgrenze von Zug und Zürich wurden bisher geheim gehalten, damit die Ausgrabungen ungestört vonstatten gehen konnten.

Es handelt sich um zwei keltische und 37 römische Münzen mit Prägungen von geringem Wert. Die keltischen Münzen dürften auf Grund archäologischer und numismatischer Erkenntnisse aus der Zeit zwischen 150 und 50 vor Christus stammen. Bei den römischen Münzen reicht die zeitliche Bandbreite vom Jahr 106 vor Christus bis in die Regierungszeit des Kaisers Antoninus Pius (138 bis 161 nach Christus). Die meisten Münzen stammten aus der Zeit der Kaiser Augustus, Tiberius, Domitian und Traian (27 vor Christus bis 117 nach Christus).

Die Archäologen gehen davon aus, dass es sich um einen "Verwahrfund" handeln dürfte: Das Geld sollte versteckt und so dem Zugriff anderer Personen entzogen werden. (APA/AP)

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