Kahraman und Wagner im Streit

17. September 2002, 13:16
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Paschings Regisseur forderte Sperre für den Austrianer und muss nun selbst zwei Spiele zusehen - Rapids Saud Fath für drei Spiele gesperrt

Wien - Der Strafsenat der Fußball-Bundesliga hat am Montag in Wien drei unbedingte Sperren verhängt. Saud Fath von Rapid muss wegen rohen Spiels bei der 1:3-Niederlage gegen Rapid drei Spiele pausieren, Volker Kahraman erhielt wegen Tätlichkeit gegen Michael Wagner beim 0:3 Paschings bei Austria Wien eine Sperre von zwei Partien und der Salzburger Christoph Jank darf wegen Tätlichkeit beim torlosen Remis in Bregenz gegen Lawaree ebenfalls zwei Matches nicht eingesetzt werden.

Kahraman hatte Sperre für Wagner gefordert

Zuvor hatte Pasching-Shootingstar Kahraman seinen Freispruch und eine Sperre für Wagner gefordert. Die Mittelfeldakteure ihrer Klubs Austria Wien und SV Pasching waren im Schlager der zehnten Runde (3:0 für die Austria) aneinander geraten, Wagner ging nach einem eher harmlosen Stoß zu Boden und Kahraman wurde bereits nach 21 Minuten mit Rot vom Platz gestellt. "Ich habe mir lediglich die Regelauslegung zu nutzen gemacht", verteidigt sich Wagner.

Wagner: "Lächerlich"

Dass Kahraman eine Sperre für Wagner forderte, findet der Austrianer lächerlich. "Ich wollte ihm zunächst helfen und habe seinen Freispruch gefordert. Auch den Schiedsrichter möchte ich in Schutz nehmen. Aber solche Aussagen jetzt sprechen für die Intelligenz dieses Spielers." Wagner und Kahraman werden aller Voraussicht schon bald wieder näheren Kontakt miteinander haben, schließlich sind die beiden ja im Nationalteam direkte Konkurrenten im Kampf um einen Platz im Mittelfeld.

Schachner: "Wir werden provoziert"

Austria-Trainer Walter Schachner nimmt Wagner in Schutz: "Ganz Österreich ist gegen uns, wir werden von allen Seiten provoziert. Jeder Spieler versucht, seiner Mannschaft zu helfen und den Gegner zu schwächen." (APA)

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