Tispa kommt nicht zur Ruhe

16. September 2002, 13:55
posten

Vorsteher des Sparkassenvereins will Funktion niederlegen

Innsbruck - Die mehrheitlich zur Ersten Bank gehörende Tiroler Sparkasse Bank AG (Tispa) kommt nicht zur Ruhe. Wie am Montag bekannt wurde, wollen der frühere Aufsichtsratsvorsitzende und jetzige Vorsteher des Sparkassenvereins, Ivo Greiter und dessen Stellvertreter, Landtagsvizepräsident Toni Steixner, ihre Funktionen im Verein und damit auch in der Anteilsverwaltung zurücklegen. Der Rücktritt wird in der Versammlung am 7. Oktober vollzogen.

"Vollstes Vertrauen"

Greiter, der durch seine Funktion im Verein auch Vorsitzender der Anteilsverwaltung ist, sagte, seine Entscheidung habe "in keinster Weise mit Misstrauen zu tun". Alle Beteiligten würden sein "vollstes Vertrauen" genießen. Seine Vorstellungen und möglichen Nachfolger werde er zunächst den Mitglieder der Vereinsversammlung präsentieren. Weitere Rücktritte seien ihm nicht bekannt.

Millionenverluste

Die Tispa erwartet heuer erstmals in ihrer Geschichte Verluste im zweistelligen Millionenbereich. Unter dem einstigen Führungsduo Ernst Wunderbaldinger und Ivo Greiter soll die Tispa von 1998 bis 2002 die Hälfte ihres Wertes - umgerechnet rund 145 Mill. Euro - verloren haben. Vor dem Einstieg der Bayerischen Landesbank (BayernLB), die sich 1998 mit 25 Prozent an der TiSpa beteiligt hatte, sei der Wert der Tiroler Sparkasse laut dem früheren Generaldirektor Hubert Klingan mit rund vier Mrd. S (291 Mill. Euro) beziffert worden. Nach dem Rückzug der Bayern, die ihre Anteile in der Folge auf etwa 46 Prozent aufgestockt hatten, habe sich der Wert halbiert, hatte es in Medienberichten geheißen. Diese Darstellung war von Greiter allerdings bezweifelt worden. (APA)

Link

Tispa

Share if you care.