Heimische Investoren wollen Vogel & Noot

16. September 2002, 19:10
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Privatstiftung soll Kontrollmehrheit erhalten

Wien - Eine Gruppe österrei- chischer Privatinvestoren soll beim wirtschaftlich angeschlagenen steirischen Maschinenbauer Vogel & Noot das Ruder übernehmen. Die Hohenplan Privatstiftung sowie ihre Tochter Cantec Industriebeteiligung GmbH sollen bei der für 3. Oktober anberaumten Hauptversamm- lung die Kontrollmehrheit an der börsennotierten Vogel & Noot Holding AG erlangen, erklärte das Unternehmen. Da der Erwerb "zu Sanierungszwecken" erfolge, habe die Übernahmekommission auf deren Antrag die Investoren von der Legung eines Pflichtangebots für die Kleinaktionäre befreit.

Hinter Hohenplan bzw. Cantec stünden "österreichische Investoren, die steirische Interessen haben", sagte Dieter Hermann, Vorstandsmitglied beider Unternehmen. Namen bzw. bisherige Investments der Hohenplan wollte er zunächst keine nennen.

Zwölf bis dreizehn Millionen Euro

Praktisch wird der Einstieg zwischen zwölf und dreizehn Millionen Euro kosten. Bei der Hauptversammlung soll das Grundkapital der Vogel & Noot Holding von 6,54 Mio. Euro auf 900.000 Euro sowie der Rechenwert jeder Aktie auf einen Euro herabgesetzt werden. Danach soll ein Beschluss über die Erhöhung des herabgesetzten Grundkapitals auf bis zu 13,5 Mio. Euro durch Ausgabe von bis zu 12,6 Millionen nennwertlosen Stammaktien zum Ausgabekurs von einem Euro gefasst werden. Vorstand Martin Lenz rechnet auf diesem Weg mit einer "komfortablen" Kontrollmehrheit von mehr als 75 Prozent für die Investorengruppe.

Im Sommer 2001 hatte Vogel & Noot mit den Banken eine Sanierung durch Gesundschrumpfen vereinbart. Bereits verkauft wurden die Kleinkraftwerke und die Wärmetechnik-Sparte des Unternehmens. (APA, DER STANDARD, Printausgabe 17.9.2002)

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