Berlin drängt Paris zu weiterem Engagement

16. September 2002, 12:17
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Erste Gespräche mit Regierungsvertretern - Bemühungen um "angemessene Regelung" - MobilCom-Chef: "Glücklicher Tag für MobilCom"

Die deutsche Bundesregierung drängt die französische Regierung zu einem weiteren Engagement von France Telecom bei MobilCom. Am Montagmorgen habe ein erstes Gespräch zwischen dem Bundeskanzleramt und dem Elysee-Palast des französischen Präsidenten Jacques Chirac stattgefunden, teilte der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Berlin mit.

Unterstützung

Die deutsche Bundesregierung werde die Bemühungen MobilComs um eine "angemessene Regelung" unterstützen. Er gehe davon aus, dass auch die französische Regierung an einer Einigung interessiert sei, sagte Schröder. Der französische Telefonriese ist mehrheitlich in Staatsbesitz. Der Kurs von MobilCom stieg am späten Vormittag auf 3,37 Euro. Damit verdreifachte sich der Wert der Aktie.

Auftrag

Mit der Vermittlung zwischen MobilCom und dem abtrünnigen Großaktionär France Telecom wurde laut Schröder der ehemalige Thyssen-Chef Dieter Vogel beauftragt. Vogel ist Mitglied des Aufsichtsrats von MobilCom.

Glücklich

MobilCom-Chef Thorsten Grenz äußerte sich nach der Ankündigung der Millionen-Finanzspritze optimistisch zur Zukunft des Unternehmens. "Dies ist ein sehr glücklicher Tag für MobilCom", sagte Grenz. Das Unternehmen habe nun die Chance zu zeigen, was es könne. (APA)

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