Autostrade droht feindliche Übernahme

16. September 2002, 12:08
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Financier Gavio plant angeblich Offensive gegen Autobahngesellschaft unter Kontrolle der Familie Benetton

Rom - Dem italienischen Autobahnbetreiber Autostrade, Konzessionär bei der österreichischen Lkw-Maut, droht eine feindliche Übernahme.

Nach Angaben der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Montagsausgabe) ist der Finanzier Marcellino Gavio, Geschäftsführer der Autobahngesellschaft Mailand-Turin, an einer Autostrade-Übernahme interessiert. Einer Allianz zur Übernahme der Autobahngesellschaft könnte laut "Corriere" auch die französische "Caisse de Depots et Consignations" beitreten, die in Italien mit dem zweitstärksten Geldhaus San Paolo IMI verbündet ist.

Benetton beunruhigt

Der feindlichen Übernahme könnte sich laut Indiskretionen auch die Mailänder Investmentbank Mediobanca beteiligen, die nach neuen rentablen Investitionen Ausschau hält.

Die Gerüchte um eine Übernahme beunruhigen den venetianischen Bekleidungskoloss Benetton, der über die Finanzholding "Schemaventotto" Mehrheitsaktionär der Autostrade ist. Schemaventotto hält eine 30-prozentige Beteiligung an der Autobahngesellschaft.

Im ersten Halbjahr meldete Autostrade einen leichten Gewinn- und Umsatzwachstum. Der Nettogewinn kletterte um 6,5 Prozent auf 186 Mill. Euro. Der Umsatz des börsenotierten Konzerns stieg um 4,7 Prozent auf 1,114 Mrd. Euro. Das Ebitda wuchs um 10,9 Prozent auf 694 Mill. Euro.(APA)

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