Wien-Tourismus: August brachte ein Minus von neun Prozent

16. September 2002, 10:40
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Laut Seitlinger Konjunkturtief, Hochwasser und Terror-Auswirkungen verantwortlich

Peking/Wien - Der vergangene August hat dem Wien-Tourismus ein beträchtliches Nächtigungs-Minus beschert. Laut Tourismusdirektor Karl Seitlinger beträgt der Rückgang beachtliche neun Prozent. Das bisherige Ergebnis für das Jahr 2002 liegt ebenfalls unter dem Vergleichswert des Vorjahres, und zwar um 2,5 Prozent. Seitlinger, der sich derzeit als Mitglied einer Wiener Wirtschaftsdelegation in China aufhält, machte eine Reihe von Gründen für diese Entwicklung verantwortlich.

"Eigentlich haben wir geglaubt, dass es heuer wieder nach oben gehen wird, doch das war nicht der Fall", sagte Wiens Tourismusdirektor vor Journalisten in Peking. Die Konjunktur ziehe nicht wie erwartet an, auch die Auswirkungen der Terroranschläge vor einem Jahr seien noch immer zu spüren. Dazu komme die Angst vor einem Krieg im Irak sowie nicht zuletzt die Hochwasser-Katastrophe im August.

Insgesamt 830.000 Übernachtungen

Im vergangenen August blieben demnach, mit Ausnahme des Inlands-Tourismus, die Nächtigungen aus allen Hauptherkunftsmärkten des Wien-Tourismus unter dem Wert vom August 2001. Es wurden insgesamt 830.000 Übernachtungen gezählt. Von Jänner bis Ende August sind 5,045.000 Nächtigungen registriert worden. Auch die Umsätze lassen zu wünschen übrig: Sie sind von Jänner bis Juli 2002 ausgewertet, die errechneten 161,8 Mill. Euro bedeuten ein Minus von zwei Prozent.

Der September ist laut Seitlinger zwar gut gebucht - etwa mit Kongressen -, ein Plus dürfte sich heuer aber nicht mehr ausgehen. Der Wiener Tourismusverband rechnet für 2002 insgesamt mit einem Minus von etwa einem Prozent.(APA)

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