Schröder: Hohe Schadenersatzansprüche an France Telecom

16. September 2002, 14:16
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Gespräche zwischen Kanzleramt und Pariser Regierung - MobilCom-Sprecher: Aktuelle Zahlungsunfähigkeit abgewendet

Das angeschlagene deutsche Telefonunternehmen MobilCom hat nach Aussage von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) "hohe Schadenersatzansprüche" gegenüber seinem Großaktionär France Telecom. Zwischen dem Kanzleramt und dem französischen Präsidentenpalast sei es am Montagmorgen zu einem Gespräch über MobilCom gekommen, sagte Schröder vor Journalisten in Berlin. Er betonte, bei den zugesagten Hilfen für MobilCom in Höhe von bis zu 400 Millionen Euro handle es sich um "bankübliche Darlehen" und nicht um staatliche Intervention.

Abgewendet

Die drohende Zahlungsunfähigkeit der Büdelsdorfer Telekomfirma ist nach Worten eines Unternehmenssprechers nach der am Vorabend in Berlin getroffenen Finanzierungszusage abgewendet. "Sie ist vom Tisch", sagte ein MobilCom-Sprecher am Montag. Er begründete dies mit dem am Vorabend von der Bundesregierung und dem Land Schleswig-Holstein zusagten Hilfspaket über 400 Millionen Euro, von denen 50 Millionen Euro noch am Montag fließen sollten, um die aktuelle Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Bei MobilCom hatten nach dem Rückzug von France Telecom mehr als 5.500 Arbeitsplätze gewackelt. (APA/Reuters)

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    Kanzler Gerhard Schröder

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