France Telecom ohne Staatshilfe 2003 mit Liquiditätsproblem

16. September 2002, 10:39
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Kapitalerhöhung nicht notwendig - Staat hat viele Optionen für eine Unterstützung

Die France Telecom braucht nach Ansicht des zurückgetretenen Konzernchefs Michel Bon staatliche Hilfe, um 2003 ein Liquiditätsproblem zu vermeiden. Eine Kapitalerhöhung sei jedoch nicht notwendig, sagte der Manager in einem Interview mit "Les Echos". Der Staat habe viele Optionen, um den französischen Telekomkonzern zu unterstützen, ohne dass eine massive Kapitalerhöhung auf dem gegenwärtigen Kursniveau unternommen werden müsste.

Keine Zerschlagung

Die Regierung habe ihm eine Garantie gegeben, dass die France Telecom nicht zerschlagen wird, indem die Anteile an der Mobilfunkgesellschaft Orange verkauft werden, sagte Bon. Nach einem Bericht der britischen Zeitung "The Business" prüft die französische Regierung derzeit einen Plan, der den Kauf des Festnetzes von France Telecom vorsieht. Anschließend soll das Netz an den Konzern zurückvermietet werden, heißt es. Ein solcher Plan würde jedoch auf heftigen Widerstand der Konkurrenten stoßen, schreibt die Zeitung. (APA)

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