WEF diskutiert Rolle Europas nach der EU-Erweiterung

16. September 2002, 19:59
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Abgeschottet durch hohe Sicherheitsvorkehrungen tagt das Weltwirtschaftsforum in Salzburg

Salzburg - Mit Workshops über die Rolle Europas nach der geplanten EU-Erweiterung hat Montag früh das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Salzburg begonnen, das bis Dienstag Abend dauern wird. Die beiden Plenarsitzungen am Montag widmen sich den Themen "Enlargement: The Home Stretch" und "Europes Response to Globalization". Schon das Umfeld wie Straßensperren und Kontrollen an jeder zweiten Ecke zeigten es an: Die Veranstaltung findet unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt, eine Kundgebungen von rund 3000 Globalisierungsgegnern verlief am Sonntag aber ohne größere Zwischenfälle.

Wie in den Jahren davor haben auch für heuer hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft ihr Kommen zugesagt. Im Rahmen von bilateralen Treffen kommt Bundespräsident Thomas Klestil am Montag mit dem bulgarischen Präsidenten Georgi Parvanov und seinem ukrainischen Amtskollegen Leonid Kutschma zusammen. Am Sonntag hatte Klestil ein Gespräch mit dem rumänischen Regierungschef Adrian Nastase geführt.

Weiters haben die Ministerpräsidenten Jose Manuel Durao Barroso (Portugal), Zoran Djindjic (Serbien), Janez Drnovsek (Slowenien) oder Guy Verhofstadt (Belgien) ferner die Staatspräsidenten Tarja Halonen (Finnland), Aleksander Kwasniewski (Polen), Stipe Mesic (Kroatien), Arnold Rüütel (Estland) und Boris Trajkovski (Mazedonien) ihr Kommen angesagt.

Auch eine Reihe hochrangiger Außen-, Wirtschafts- und Finanzminister, Notenbankchefs und Industriekapitäne haben sich für das Weltwirtschaftsforum angekündigt, darunter Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, EU-Wettbewerbskommissar Erkki Liikanen oder EBRD-Präsident Jean Lemierre.

Anders als im Vorjahr dauert die Tagung diesmal offiziell nur zwei Tage. Das Weltwirtschaftsforum beginnt am Montag mit einer Reihe von Workshops zum Thema Wettbewerb, bei dem unter anderem Europas Fortschritte zum EU-Ziel, bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum der Welt zu werden, behandelt werden. In einer Plenarsitzung soll unter anderem die Antwort Europas auf die Globalisierung gefunden werden.

Eine Reihe von Fachgesprächen und Diskussionen befassen sich mit unterschiedlichsten aktuellen Fragen, von der erwarteten weltweiten Konjunkturentwicklung über die Zukunft von Banken und Versicherungen, die Bilanzierungsproblematik ("Könnte Enron auch Europa passieren?") sowie die transatlantischen Beziehungen. Nach den Schlussstatements der Staats- und Regierungschefs und einer Plenarsitzung zur künftigen Rolle Europas in der Welt wird Bundespräsident Klestil die Tagung am Dienstagabend beenden.(APA)

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