Schäuble und Westerwelle kritisieren Bundeshilfen für MobilCom

16. September 2002, 10:46
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Deutsche Bundesregierung konzentriere sich immer nur auf Großindustrie - Lage beim Mittelstand katastrophal"

Die vom Bund zugesagten Millionenhilfen für den angeschlagenen deutschen Telefonanbieter MobilCom sind in der Opposition auf Kritik gestoßen. MobilCom sei ein Beispiel dafür, dass sich die Bundesregierung immer nur auf die Großindustrie konzentriert habe, sagte das Mitglied im Kompetenzteam von Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber, Wolfgang Schäuble, am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen". Die Lage beim deutschen Mittelstand dagegen sei "katastrophal", wie "eine Rekordzahl von Insolvenzen" zeige.

Nicht wahrgenommen

Auch der Kanzlerkandidat der FDP, Guido Westerwelle, kritisierte in der Fernseh-Sendung, die Bundesregierung nehme den Mittelstand nicht wahr. "Die Tausenden von Mittelständlern, die in den letzten Jahren pleite gemacht haben, da ist nicht ein Cent zur Verfügung gestellt worden." Wenn aber "ein Großer" in Schwierigkeiten komme, "dann hat der Staat auch Geld." (APA)

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