"Ich finde es furchtbar, was man dort mit den Frauen macht"

7. Oktober 2002, 08:01
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Auch Miss Schweiz boykottiert Miss-World-Wahl in Nigeria

Zürich - Die frisch erkorene Miss Schweiz, Nadine Vinzens, boykottiert die Miss-World-Wahl im Dezember in Nigeria. Sie will damit ihre Solidarität mit der wegen Ehebruchs zum Tode verurteilten Nigerianerin Amina Lawal unterstreichen.

"Ich finde es furchtbar, was man dort mit den Frauen macht", sagte Nadine Vinzens in einem Interview mit der schweizerischen Zeitung "SonntagsBlick". "Unter solchen Voraussetzungen werde ich nicht nach Nigeria an die Miss-World-Wahlen fahren." Falls die nigerianische Justiz ihr Urteil ändert, will die neue Miss Schweiz ihre Meinung überdenken. Aus Protest hatten unter anderem bereits die Missen aus Belgien, Frankreich, Norwegen, Dänemark, Kenia und Togo ihre Teilnahme an der Wahl im November abgesagt.

Mitte August hatte ein islamisches Berufungsgericht im nordnigerianischen Futunda das Todesurteil gegen eine 30-jährige Frau bestätigt, der Ehebruch zur Last gelegt wird. Die Schönheitsköniginnen hoffen, mit ihrem Boykott die nigerianische Frau vor dem Tod retten zu können. (APA)

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