Neue Gewalt überschattet Regionalwahl im indischen Teil Kaschmirs

16. September 2002, 08:32
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Indische Sicherheitskräfte töteten 16 islamische Rebellen

Srinagar - Überschattet von Gewalt hat im indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir die Regionalwahl begonnen. Sicherheitskräfte töteten in der Nacht auf Montag 16 islamistische Rebellen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. An der Grenze zu Pakistan erschossen Soldaten elf Rebellen. Nahe der Stadt Surankot westlich von Jammu töteten Soldaten fünf islamistische Kämpfer, die ein Wahllokal angreifen wollten. Im Grenzgebiet kam es zu Artilleriegefechten zwischen indischen und pakistanischen Truppen.

Die Rebellen hatten gedroht, jeden zu töten, der bei der Regionalwahl seine Stimme abgibt. Im Vorfeld des Urnengangs waren 24 Politiker ermordet worden, darunter auch der Innenminister des Bundesstaates. Moslemische Rebellen kämpfen seit 1989 für eine Loslösung von Indien. Mehr als 36.000 Menschen wurden seither getötet. Neu Delhi wirft dem Nachbarland Pakistan vor, die Extremisten im überwiegend von Moslems bewohnten Kaschmir zu unterstützen.

In den verschiedenen Landkreisen des Bundesstaats wird nach und nach gewählt, der letzte von vier Wahltagen ist der 8. Oktober.(APA/dpa)

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