Akagündüz erledigt Rapid

16. September 2002, 12:21
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Lupenreiner Hattrick in der zweiten Halbzeit beim 3:1-Sieg von Ried - Rote Karte für Rapidler Fath - Ferdinand Feldhofer schwer verletzt

Ried - Zum Abschluss der zehnten Runde der Fußball-T Mobile-Bundesliga kam Ried am Sonntag zu einem 3:1 (0:0)-Heimsieg gegen Rapid. Vor 4.500 Zuschauern war Muhammed Akagündüz mit einem lupenreinen Hattrick in der 59. (Foulelfmeter), 76. und 78. Minute der Mann des Tages, den einzigen Treffer der Wiener erzielte Roman Wallner in der 84. Minute. Rapid musste nach der Roten Karte für Fath in der 45. Minute in der zweiten Hälfte mit zehn Mann auskommen und verlor zudem schon nach zehn Minuten Ferdinand Feldhofer mit einer schweren Verletzung.

Schwere Verletzung von Feldhofer

Die Hausherren waren gegenüber dem 0:0 am Mittwoch im Happel-Stadion unverändert, Rapid-Trainer Josef Hickersberger hatte hingegen kräftig umgestellt und gleich fünf neue Spieler (Feldhofer, Markus Hiden, Stefan Kulovits, Sobotzik und Sturm) in der Anfangsformation nominiert. Die Anfangsphase gehörte aber den Gastgebern: Maier rettete nach missglückter Adamski-Rückgabe (3.) und Darazs scheiterte am Rapid-Keeper (8.). Nach zehn Minuten gab es dann für Rapid den Schock der schweren Feldhofer-Verletzung: Der 22-jährige Verteidiger zog sich nach einem Zusammenstoß einen offenen Nasenbeinbruch sowie einen Wadenbeinbruch, eine Sprunggelenksverrenkung, einen Riss des Innenseitenbandes und des Syndesmose-Bandes im rechten Bein zu und fällt für rund sechs Monate aus. Feldhofer wurde bereits am Sonntag Abend operiert.

Großchance durch Kulovits

Der Rekordmeister kam nun aber dennoch besser ins Spiel und hatte bei einem Knez-Kopfball nach Herzog-Freistoß (24.) die erste Möglichkeit. Die ganz große Chance zur Führung ließ aber der 19-jährige Stefan Kulovits aus, der nach Sobotzik-Schuss und zu kurzer Oraze-Abwehr den Ball am Tor vorbei setzte. Im Gegenzug musste Ladislav Maier nach Akagündüz-Heber vor der Linie retten. In der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte musste Rapid dann den nächsten Rückschlag hinnehmen, als Fath nach Foul an Angerschmid die Rote Karte sah.

Hattrick durch Akagündüz

In der zweiten Hälfte taten sich die Rieder trotz zahlenmäßiger Überlegenheit schwer zu Chancen zu kommen, erst ein Foulelfmeter (Maier an Akagündüz), den der Gefoulte in der 59. Minute selbst verwandelte brach den Bann. Rapid musste nun aufmachen und kassierte durch Akagündüz (76./nach Schießwald-Fehler und Vorarbeit von Sidibe, 78./Heber nach Lesiak-Vorlage) zwei weitere Gegentreffer. Das Ehrentor durch Roman Wallner in der 84. Minute kam zu spät, unter dem Strich stand für Grün-Weiß die erste Niederlage seit der zweiten Runde und die erste Auswärtsniederlage in dieser Saison.(APA)

  • SV Ried - Rapid Wien 3:1 (0:0) Rieder Stadion, 4.500, Meßner.

    Torfolge: 1:0 (59.) Akagündüz (Elfmeter) 2:0 (76.) Akagündüz 3:0 (78.) Akagündüz 3:1 (84.) Wallner

    Ried: Oraze - Lesiak - Nentwich, Steininger - Kührer (62. Kauz), Angerschmid, Darazs (21. Grassler), Glasner, Laimer - Akagündüz (88. Radovic), Sidebe

    Rapid: Maier - Fath, Feldhofer (11. Schießwald), Adamski - Markus Hiden, St. Kulovits, Knez, Sobotzik (73. Ivanschitz), Sturm - Wallner, Herzog (72. Jazic)

    Rote Karte: Fath (45./Foul)

    Gelbe Karten: Angerschmid, Grassler, Kauz bzw. Maier, Knez

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Erster Hattrick für Akagündüz in der Bundesliga

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