Festspielhaus-Odyssee

15. September 2002, 21:01
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Salzburg: Mäzen Donald Kahn spendet 4,36 Millionen für den Umbau

Salzburg - Der seit 1985 in Salzburg lebende New Yorker Verleger Donald Kahn spendet 4,36 Millionen Euro für den Umbau des Kleinen Festspielhauses. Ein diesbezüglicher Vertrag mit den Salzburger Festspielen wurde am Sonntag unterzeichnet. Falls das rund 30 Millionen Euro teure Projekt scheitert, muss das Geld zurückbezahlt werden.

In der Kuratoriumssitzung am Freitag wurde, wie in einem Teil der Wochenendausgabe des STANDARD berichtet, keine Entscheidung gefällt, welches der vier im Rennen befindlichen Teams den Zuschlag erhalten soll. Die Situation ist, seit sich der Architekt Valentiny von seinen Partnern Wimmer und Zaic trennte (mit denen er den Wettbewerb gewann) und zum Kontrahenten Wilhelm Holzbauer überwechselte, noch verworrener:

Wimmer/Zaic, die vom Verfahren aus formalen Gründen ausgeschlossen wurden, glauben, dass ihre Ideen in das neue Projekt von Holzbauer/ Valentiny eingeflossen seien, was diese aber bestreiten. Um nicht in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden, will das Direktorium klären lassen, wer Recht hat. Zudem gibt es auch bezüglich der anderen Projekte offene Fragen. Die Entscheidung soll am 10. Oktober gefällt werden. (DER STANDARD, Printausgabe, 16.9.2002)

Von Thomas Trenkler
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