Klasnic zu Comeback von Ex-FP-Spitzen

15. September 2002, 14:35
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"So endgültig sehe ich das nicht"

Graz - Die steirische Landeshauptfrau und VP-Landeschefin Waltraud Klasnic schließt eine Rückkehr von Ex-FP-Chefin Susanne Riess-Passer auf die politische Bühne nicht aus. In einem Gespräch mit der "Kleinen Zeitung" vom Sonntag meinte sie auf die Frage, ob die handelnden Personen in der FPÖ nicht herausgeschossen worden seien: "So endgültig sehe ich das nicht." Die Verantwortungsträger Riess-Passer, Mathias Reichhold und Karl-Heinz Grasser hätten gesagt, sie wären jetzt nicht da.

Jörg Haiders jüngsten Schritt wiederum verstehe sie so, dass er darauf Wert lege, von der Partei getragen zu werden. Wenn er spüre, das sei nicht der Fall, reagiere er. Klasnic äußerte Verständnis für Haiders Ankündigung, doch nicht die Obmannschaft der FPÖ übernehmen zu wollen. Wenn sie das Gefühl hätte, nicht mehr von der Partei getragen zu werden, würde sie "auch so handeln". Haider allein sei nicht der Sprengmeister gewesen: "Es war eine Gruppe."

Auf die Frage, ob man noch mit der FPÖ arbeiten solle, sagte Klasnic: "Man darf die FPÖ nicht pauschal verdammen. Wichtig sind die handelnden Personen. In der Regierung wurde gute Arbeit geleistet."

Einen "Retro-Trend zu Rot" wollte die steirische VP-Chefin nicht sehen. Man habe mit der Sozialdemokratie in der Steiermark "fast zu 100 Prozent gemeinsame Beschlüsse gefasst. Ich kann mit Rot und mit Blau".

Im Vorstand der VP hatte Klasnic als Einzige gegen die Verschiebung des Abfangjäger-Kaufs gestimmt. Auf die Frage nach dem Grund meinte sie: "Weil für mich Sicherheit vor dem Bruch Priorität hatte und jetzt auch. Für mich hat das Wort Abfangjäger seit dem 11. September keinen Schrecken mehr." (APA)

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