Lösung ohne Insolvenz deutet sich an

15. September 2002, 13:08
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Einzelheiten erst am späten Nachmittag - DGB warnt davor Zusammenbruch zum Wahlkampfthema zu machen

Der schwer angeschlagenen deutsche Mobilfunk-Anbieter MobilCom wird voraussichtlich doch keinen Insolvenzantrag stellen müssen. Eine Lösung für das Unternehmen ohne einen solchen Schritt deute sich an, hieß es am Sonntag aus Regierungskreisen. Einzelheiten sollen am späten Nachmittag nach dem angekündigten Krisengespräch zwischen Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos), dem MobilCom-Vorstandsvorsitzenden Thorsten Krenz und dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) bekanntgegeben werden.

Kein Wahlkampf

Der DGB hat gleichzeitig davor gewarnt, den Zusammenbruch des Mobilfunkanbieters MobilCom zum Thema im Wahlkampf zu machen. "Wer jetzt die Bundesregierung für die hohen Preise beim Verkauf der UMTS-Lizenzen vor zwei Jahren und letztlich für das Scheitern von MobilCom verantwortlich macht, der hat nicht verstanden, worum es damals ging", sagte der Vorsitzende des DGB Nord, Peter Deutschland, am Sonntag in Kiel. Die Firmen, die damals mitboten, "haben wie Glücksspieler gezockt und die Preise ins Absurde hochgetrieben, auch MobilCom". (APA)

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