Mit dem "War Car" gegen kommerzielle WLAN-Netzwerke

19. September 2002, 15:16
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Netzaktivist leitet WLAN-Zugänge um - Protestaktion gegen Kommerzialisierung der Funktechnik

Wer sich in Boston in ein Cafe setzt und den dortigen WLAN-Zugang nutzen will kann schon mal eine positive Überraschung erleben: Plötzlich findet sich neben dem kommerziellen Angebot noch ein kostenloser Zugang ins Internet. So geschehen vor kurzem in einer Starbucks-Filiale in der US-amerikanischen Stadt, wie C'Net berichtet. Verursacher des erfreulichen Phänomens ist der Netzaktivist Michael Oh, der mit seinem "War Car" in der Stadt herumfährt und kostenlosen Webzugang anbietet, im konkreten Fall würde der Zugang über Starbucks sonst bis zu 2,50 US-Dollar für eine Viertelstunde kosten.

Technologie

Das "War Car" ist mit WLAN-Technologie vollgestopft, und kann in einem Umkreis von immerhin 90 Metern einen freien Netzzugang anbieten. Die Internet-Verbindung des Autos wird über eine weitere Funkanbindung sichergestellt, die im Umkreis von 450 Metern von Oh's Firma funktioniert. Oh sieht in seiner Aktion einen Protest gegen die zunehmende Kommerzialisierung von WLAN-Netzen, eine echte - und vor allem dauerhafte - Alternative stellt das "War Car" nicht dar, eher eine kurzzeitige Störung des kommerziellen Ablaufs. Der Aktivist hat für Interessierte auch eine Anleitung zum Nachbauen des "War Cars" ins Netz gestellt, die detailliert die verwendete Technologie beschreibt. (red)

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