Klares Bekenntnis Österreichs zur EU-Erweiterung

14. September 2002, 21:23
2 Postings

Ferrero-Waldner über UNO-Beitritt der Schweiz und Osttimor erfreut

New York - Ein klares Bekenntnis Österreichs zur EU-Erweiterung hat Außenministerin Benita Ferrero-Waldner in ihrer Rede vor den Vereinten Nationen abgegeben. "Österreich freut sich, die neuen Mitglieder 2004 willkommen zu heißen und damit die Vision eines Vereinten Europa zu realisieren sowie die europäische Zone von Frieden, Stabilität und Wohlstand auf den ganzen Kontinent auszuweiten", sagte die Außenministerin am Samstag vor der UNO-Generalversammlung.

Auch Südosteuropa habe durch mehrere multilaterale Initiativen einen bedeutsamen Fortschritt in Richtung Stabilität gemacht, insbesondere durch den Stabilitätspakt für Südosteuropa und den "Zagreb Prozess". Das im Mai dieses Jahres in Wien gestartete "Donau Kooperations Projekt" solle die Donau als integratives Element für alle 13 Donau-Anrainerstaaten nutzen.

Mit herzlichen Worten begrüsste die Außenministerin die bei der Generalversammlung vollzogene Aufnahme der Schweiz als UNO-Mitglied. "Ohne unsere Schweizer Freunde wären die Vereinten Nationen nicht vollständig". Weiters würdigte sie die Ende September bevorstehende formelle Aufnahme Osttimors als 191. Mitglied der Vereinten Nationen.

Wenige Tage nach dem ersten Jahrestag der Anschläge vom 11.September drückte Ferrero-Waldner noch einmal das Mitgefühl des österreichischen Volkes mit den Opfern aus. "Österreich hat seit den ersten Stunden nach den Anschlägen große Solidarität gezeigt und gemeinsam mit seinen europaeischen Partnern und den Vereinten Nationen gegen den Terror gekämpft, diese Bemühungen werden wir auch weiterhin intensiv fortsetzen".

In diesem Zusammenhang verwies sie auch auf die Bedeutung der in Wien angesiedelten UNO-Behörde für Drogenkontrolle und Kriminalitätsprävention (ODCCP), um die Bemühungen der Staaten bei der Bekämpfung des Terrorismus auf technische Weise zu unterstützen. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Benita Ferrero-Waldner und UNO-Generalsekretär Kofi Annan anlässlich der 57. UNO-Generalversammlung.

Share if you care.