1:3-Heimniederlage für Sturm

14. September 2002, 19:50
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Grazer damit bereits seit sieben Pflichtspielen sieglos - Kärntner nützten die Fehler von Torhüter Weber

Sturm Graz kann einfach nicht mehr gewinnen. Mit der 1:3-Heimniederlage am Samstag in der T-Mobile Fußball-Bundesliga sind die Steirer bereits seit sieben Pflichtspielen in Folge (inklusive Champions-League-Quali) ohne Sieg. Hauptgrund für die Heimschlappe vor knapp 6.000 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadion gegen die Hochhauser-Elf war Goalie Heinz Weber, der mit zwei schweren Fehlern, die Maric in Treffer ummünzte, den Gästen drei Punkte ermöglichte. Masudi hatte die Hausherren in der 16. Minute in Führung gebracht. Den dritten Treffer steuerte Kolvidsson bei. Anschließend erklärte Trainer Ivica Osim seinen Rücktritt.

Keine Glanzpunkte

Spielerische Glanzpunkte ließen die "Blackys" freilich schon von Anfang an vermissen. Zwar gingen die Gäste nach 16 Minuten in Führung, als Masudi nach Maßflanke von Mujiri Teamkeeper Goriupp per Kopf keine Chance ließ, danach blieben brenzlige Situationen im Kärnten-Strafraum aber Mangelware. Nur in der 25. Minute hatte Goriupp bei einem Schuss von Brzeczek Mühe, während die Klagenfurter im Zuge ihrer wenigen Angriffe die besseren Möglichkeiten vorfanden. Weber lenkte in der 13. Minute einen scharfen Weitschuss von Stary gerade noch an die Querlatte, in der 40. Minute kam der aufgerückte Vorderegger völlig frei stehend an den Ball, jagte das Leder aber weit über das Sturm-Gehäuse.

Blackouts von Sturmgoalie Weber

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts an der Charakteristik der Partie, die in dieser Phase an alles andere als an ein für beide Mannschaften richtungweisendes Match erinnerte. Bis zur 74. Minute geschah praktisch nichts, was das Spiel von einem Altweiber-Kick abgehoben hätte, ehe Sturm-Goalie Weber wieder einmal in die Rolle des Sargnagels für seine eigene Mannschaft schlüpfte. Der Schlussmann traf nach einem harmlosen Rückpass den Ball nicht, Maric sagte Danke und schob das Leder über die Linie. Schon vier Minuten später folgte das nächste Blackout des früheren Tirol-Ersatztormanns, als er bei einem Eckball von Zuleta ins Leere griff. Abermals war Maric der Nutznießer und brachte die Kärntner per Kopf mit 2:1 in Führung.

Von diesen folgenschweren Patzern ihres Goalies vermochten sich die Hausherren nicht mehr zu erholen. Sturm war in der Schlussphase außer Rand und Band, zur Freude der Klagenfurter, für die Kolvidsson in der 82. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zum 3:1 für die endgültige Entscheidung sorgte. Bei diesem Treffer war Weber schuldlos. (APA)

  • Sturm Graz - FC Kärnten 1:3 (1:0)
    Schwarzenegger-Stadion, 5.890, Lehner

    Tor:
    1:0 (16.) Masudi (Kopf)
    1:1 (74.) Maric
    1:2 (78.) Maric (Kopf)
    1:3 (82.) Kolvidsson

    Sturm: Weber - Neukirchner - Strafner, Bosnar - Masudi (78. Heldt), Mählich, Brzeczek, Wetl, Dag - Szabics (65. Amoah), Mujiri (65. G. Korsos)

    Kärnten: Goriupp - Jovanovic, W. Kogler, Vorderegger - Rohseano, Oberleitner, Stary (64. Zuleta), Kolvidsson, Pilipovic (27. Papac) - Ambrosius (84. Prilasnig), Maric

    Gelbe Karten: Brzeczek, Masudi bzw. Vorderegger

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Kopf an Kopf: Gerald Strafner (re/Sturm) und Walter Kogler (Kärnten)

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