Spanische Forscher fingen sechs Meter langen Riesentintenfisch

14. September 2002, 17:54
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"Architheutis Dux" gilt als größtes wirbelloses Tier der Welt

Gijon - Auf der Suche nach einer Riesenkrake hat ein spanisches Forscherteam einen sechs Meter langes Exemplar aus dem Atlantik gefischt. Das 50 Kilogramm schwere Männchen könne eine weitere Spur zu den im Golf von Biscaya vermuteten Riesenkraken weisen, teilte ein Sprecher der an der Expedition beteiligten Produktionsfirma Transglobe Films am Samstag in der westspanischen Küstenstadt Gijon mit. Es handle sich um das erste Männchen der Gattung, das weltweit gefangen wurde.

. Das ausgewachsene Tier zeige, dass die Männchen viel kleiner seien als die Weibchen. Das Tier solle konserviert und im Museum für Meerestiere von Luis Laria, einem der an der Expedition beteiligten Wissenschafter, ausgestellt werden.

Dem Sprecher zufolge holten zwei Fischerboote den Tintenfisch rund 200 Kilometer vor Gijon aus einer Tiefe von 350 Metern. Die Fischer hätten dem Forscherteam auf ihrem Schiff "Investigator" Bescheid gegeben. Die mehrarmige Krake mit Riesenaugen gehört zur Gattung "Architheutis Dux"; bis heute wurden erst 300 Exemplare gefangen. Der in den tiefsten Meeresgründen lebende Kopffüßer kann bis zu 18 Meter lang und bis zu eine Tonne schwer werden - und ist damit vermutlich das größte wirbellose Tier der Welt. Bisher hat ihn noch niemand in seinem Lebensraum gesehen. In Südaustralien war Ende Juli der Kadaver einer 200 Kilogramm schweren Riesenkrake an Land gespült worden. (APA)

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