Demonstration von Globalisierungskritikern in Bern

14. September 2002, 16:51
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Protest gegen WEF-Treffen in Salzburg

Bern - Globalisierungskritiker haben am Samstag in Bern unter dem Motto "Das WEF ist überall - unser Widerstand auch" gegen das Europatreffen des World Economic Forum (WEF) demonstriert. Das Treffen beginnt am Montag in Salzburg.

Laut den Organisatoren beteiligten sich an der Kundgebung rund 1500 Personen. Die Stadtpolizei schätzte ihre Zahl auf gegen 600.

Der von der Anti-WTO-Koordination und ATTAC organisierte Umzug warf international tätigen Unternehmen in einem Kommunique vor, in ihren milliardenschweren Konzernen interessierten die sozialen Probleme nur insofern "als sie wachstumshemmend eingestuft werden".

Keine größeren Zwischenfälle

Der Umzug, der vor der kantonalen Polizeidirektion auch gegen die Benachteiligung der "Papierlosen" - illegaler Immigranten - protestierte, verlief ohne größere Zwischenfälle. Laut Polizei wurden lediglich Farbbeutel und Flaschen gegen ein Lokal von Mc'Donalds geworfen. Dabei seien auch Scheiben in die Brüche gegangen.

In einem Flugblatt wandten sich die WEF-Gegner "gegen die Machenschaften der selbst ernannten Global Leaders". In Salzburg würden sie sich mit der Integration Osteuropas in die EU und NATO befassen. Mit "Integration" sei jedoch eine "Dienstbarmachung von Ressourcen", zum Beispiel billigen Arbeitskräften, gemeint.

Die Kundgebung solidarisierte sich mit den Protestaktionen, die in Salzburg selbst stattfanden oder geplant sind. (APA/sda)

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