Palästinenser betätigen Bush-Gespräch mit palästinensischem Minister

14. September 2002, 15:11
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Das Treffen wäre das erste des US-Präsidenten mit einem ranghohen Palästinenser seit seinem Amtsantritt

Ramallah - Die Palästinenser beharren trotz eines Dementis aus Washington auf ihrer Darstellung, Chefunterhändler Nabil Shaath habe in New York ein kurzes Gespräch mit US-Präsident Bush geführt. Bush habe in der Diskussion über den Nahen Osten "einige gute Dinge" gesagt, bekräftigte ein ranghoher Palästinenser am Samstag in Ramallah. Das Gespräch habe zehn Minuten gedauert.

Nachdem eine Sprecherin des Weißen Hauses zuvor das Treffen dementiert hatte, räumte ein US-Diplomat später ein, Bush und Shaath hätten sich die Hände geschüttelt. Das Treffen wäre das erste des US- Präsidenten mit einem ranghohen Palästinenser seit seinem Amtsantritt im Jänner 2001. Shaath war bis zum geschlossenen Rücktritt der Palästinenserregierung am Mittwoch Minister für internationale Zusammenarbeit.

Ein Sprecher Shaaths hatte am Freitag in Gaza mitgeteilt, Bush habe den Ex-Minister in seinem Büro am UNO-Sitz in New York empfangen. Shaath habe bei dieser Gelegenheit auf die Notwendigkeit einer auf einem dauerhaften Frieden beruhenden Lösung des Nahost-Konflikts und eines "unabhängigen und lebensfähigen" Palästinenserstaats hingewiesen. Im Gegensatz zu der Autonomiebehörde steht Bush mit der israelischen Regierung in ständigem Kontakt. Ein Treffen mit Palästinenserpräsident Yasser Arafat lehnt er mit der Begründung ab, dieser unternehme nicht genug zur Eindämmung der Gewalt im Nahen Osten. (APA,ag.)

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