US-Abgeordneter in Bagdad eingetroffen

14. September 2002, 15:00
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Humanitärer Mission soll irakischen Volk Friedensbemühungen nahe bringen

Bagdad - Eine amerikanische Delegation mit einen Kongressabgeordneten an der Spitze ist am Samstag zu einer humanitären Mission in Bagdad eingetroffen. Der demokratische Abgeordnete des Repräsentantenhauses Nick Rahall sagte, falls sich die Gelegenheit ergeben sollte, mit Vertretern der irakischen Führung zusammenzutreffen, würde er auf die bedingungslose Rückkehr der UNO-Rüstungsinspektoren dringen.

Humanitäre Mision

Zwei Tage nach der Rede von US-Präsident George W. Bush vor der UNO-Vollversammlung sagte Rahall: "Wir sind auf einer humanitären Mission ... wir wollen das irakische Volk nicht nur davon überzeugen, dass das amerikanische Volk über sein unendliches Leid besorgt ist, sondern auch zeigen, dass das amerikanische Volk, in seiner überwältigenden Mehrheit, Frieden will." Bush hatte für internationalen Druck auf den Irak geworben und sich zugleich vorbehalten, auch im militärischen Alleingang den Irak zur Erfüllung von UNO-Resolutionen zu zwingen.

Ultimatum

Am Freitag hatte er sein bisher unbestimmtes Ultimatum dahin präzisiert, dass er eine neue Sicherheitsresolution "in Tagen und Wochen" erwarte. Darin soll die Wiederaufnahme der Rüstungsinspektionen gefordert werden; sollte Bagdad dies ignorieren, sollen Konsequenzen angedroht werden.

Rahall leitet eine Delegation des Washingtoner Instituts für Öffentliche Genauigkeit, die unter anderem Krankenhäuser im Irak besuchen will. Das US-Außenministerium hat die Reise genehmigt; Rahall ist der erste Kongress-Abgeordndete seit mehreren Jahren, der den Irak besucht. (APA)

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