Schröder will mit Arbeitsplätzen punkten

14. September 2002, 14:09
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Erklärt Arbeitsmarktreform zur Chefsache

Köln/Osnabrück - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will die Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reform des Arbeitsmarktes ohne Abstriche umsetzen. Er werde sich selbst darum kümmern, dass die Vorschläge "eins zu eins" verwirklicht würden, sagte Schröder der Kölner Zeitung "Express" (Samstagsausgabe). Schon per 1. November werde das Programm "Kapital für Arbeit" anlaufen. Die Reform des Arbeitsmarktes habe mit dem Umbau der Arbeitsämter und der Einrichtung erster Job-Center bereits begonnen.

Am Donnerstag hatte die rot-grüne Regierungskoalition im Bundestag einen Beschluss zur "unverzüglichen" Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission verabschiedet. Danach sollen neue Arbeitsplätze geschaffen, Arbeitslose und offene Stellen zusammengebracht und kundenfreundliche und effiziente Strukturen in der Bundesanstalt für Arbeit geschaffen werden.

Nach Ansicht des Chefs der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, muss das Konzept der Hartz-Kommission verändert werden. Zu Schröders Ankündigung, die Vorschläge würden "eins zu eins" umgesetzt, sagte Gerster der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe), auch er sehe im Hartz-Konzept einen "ganzheitlichen Ansatz". Gleichwohl hätten die Einzelpunkte noch "verschiedene Ecken und Kanten", die der Gesetzgeber und andere Beteiligte, wenn es konkret werde, "abschleifen müssten". (APA)

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