Stoiber gibt sich trotz schlechter Umfragewerte siegessicher

14. September 2002, 12:12
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Schröder vermeidet klare Absage an Große Koalition

Passau/Leipzig - Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) bleibt trotz schlechterer Umfrageergebnisse in Deutschland für die Union optimistisch. "Ich rechne mit einem klaren Wahlsieg. Da wird es keine Überraschung geben", sagte Stoiber der "Passauer Neuen Presse" (Samstagausgabe). Wahlentscheidendes Thema sei nach wie vor die Arbeitslosigkeit, auch wenn dies vorübergehend von der Hochwasserkatastrophe und der Irak-Debatte überlagert werde, sagte der CSU-Chef dem Blatt. Deshalb gebe es keinen Grund, das Wahlziel der Union, "40 plus X", zu ändern.

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder erteilte unterdessen einer großen Koalition erneut keine klare Absage. In einem Interview der Leipziger Volkszeitung (Samstagausgabe) sagte Schröder auf die Frage, ob er sich eine große Koalition zusammen mit der Union vorstellen könne: "Sie kennen mein Ziel: Ich will die Fortsetzung dieser rot-grünen Koalition und mit Joschka Fischer die nächste Koalition bilden." Darüber hinaus gelte, dass grundsätzlich alle demokratischen Parteien außer der PDS zueinander koalitionsfähig sein müssten. Die Absage an die PDS nannte Schröder unumkehrbar. Die Partei sei inhaltlich in der Republik nicht angekommen. "Es ist ausgeschlossen, dass ich mich in irgendeine Form der Abhängigkeit von der PDS begebe", betonte Schröder. (APA/AP)

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