Fünf ständige Sicherheitsratsmitglieder befürworten Irak-Ultimatum

14. September 2002, 12:01
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Russland warnte den Irak vor Konsequenzen bei Verweigerung der Kooperation

New York - Die fünf ständigen Mitglieder des UNO- Sicherheitsrats haben ein Ultimatum an den Irak zur Rückkehr von Waffeninspektoren befürwortet. Die Waffeninspektoren müssten wieder ins Land können und dazu sei ein Ultimatum nötig, sagte der britische Außenminister Jack Straw am Freitag in New York. Russland warnte den Irak vor Konsequenzen im Fall einer Verweigerung der Kooperation mit der UNO.

Übereinstimmung

Es habe auch Übereinstimmung geherrscht, dass der irakische Präsident Saddam Hussein gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates verstoßen habe. Auf einen Zeitpunkt hätten sich die Außenminister Frankreichs, Großbritanniens, Russlands, Chinas und der USA noch nicht geeinigt.

Der Irak weigert sich seit dem Abzug der UN-Waffeninspektoren 1998, sie wieder ins Land zu lassen. Saddam Hussein wird verdächtigt, Massenvernichtungswaffen zu produzieren.

Russland warnt

Ohne einen Militäreinsatz ausdrücklich zu unterstützen hat Russland unterdessen am Freitag den Irak vor den Konsequenzen gewarnt, die es im Fall einer Verweigerung der Kooperation mit der UNO tragen müsse. "Die Resolutionen des Sicherheitsrates sind verbindlich. Sollte sich der Irak weigern, mit dem Sicherheitsrat zusammenzuarbeiten, muss die irakische Führung die Verantwortung für alle möglichen Konsequenzen übernehmen", sagte der russische Außenminister Igor Iwanow einem Agenturbericht zufolge nach einem Treffen mit UNO-Delegierten aus Staaten der Europäischen Union.

Weiter sagte Iwanow der russischen Nachrichtenagentur Interfax, dass Washingtons Bereitschaft mit den Vereinten Nationen zusammen zu arbeiten die Möglichkeit eröffne "gemeinsam zu handeln, um eine politische Lösung für diese Situation zu finden". (APA/ag.)

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