Keine Einigung bei OECD über Abbau von Stahlsubventionen

14. September 2002, 11:42
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Ansichten zu Preis-Dumping, Subventionen und Schutzzöllen liegen Ansichten der Staaten weit auseinander

Washington - Die Stahl erzeugenden Staaten haben bei ihren dreitägigen Verhandlungen bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) keine Einigung über Wege zum Abbau von Stahlsubventionen und anderen Handelshemmnissen erzielt.

In einem internen Abschlussbericht zu dem Treffen, der Reuters am Freitag in Paris vorlag, hieß es, die Tatsache, dass zu Preis-Dumping, Subventionen und Schutzzöllen keine Einigung erzielt worden sei, zeige die tiefen Differenzen und wie weit die Ansichten der einzelnen Staaten auseinander liegen.

Preis-Dumping, Subventionen und Schutzzöllen

Die USA hatten zu Beginn der Woche angekündigt, einen Vier-Punkte-Plan zum weltweiten Abbau von Stahlsubventionen und Handelsschranken vorzulegen. Der Vorschlag sollte bei den am Mittwoch in Paris aufgenommenen Gesprächen auf technischer Ebene bei der OECD als Diskussionsgrundlage dienen. Die US-Regierung hoffe, die 39 Staaten, die an den Gesprächen teilnähmen, zu überzeugen, diesen Plan beim Treffen der OECD-Stahlgruppe im Dezember umzusetzen, hieß es.

Diesem Vorschlag der USA war nur sechs Monate zuvor die Verhängung von Strafzöllen für Stahlimporte in die USA von bis zu 30 Prozent durch US-Präsident George W. Bush vorangegangen. Ziel dieser Maßnahme sollte der Schutz der heimischen Branche vor ausländischer Konkurrenz sein. (APA/Reuters)

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