Gewaltsamer Protest gegen Abschiebung

14. September 2002, 11:39
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Innsbrucker Polizeijurist niedergeschlagen - zwei weitere Beamte verletzt - Mann wollte gegen seine Abschiebung protestieren

Innsbruck - Der Chef der Fremdenpolizei in Innsbruck, Thomas Angermair, ist am Freitag, von einem bereits mehrfach aus Österreich ausgewiesenen Russen niedergeschlagen worden.

Der Mann wollte nach Angaben der Polizei gegen seine Abschiebung im vergangenen Jahr protestieren. Als der Beamte sein Büro betreten wollte, schlug der Russe mit einem in einen Plastiksack eingewickelten Wasserhahn auf ihn ein. Der Jurist erlitt eine Rissquetschwunde am Kopf. Der Täter wurde wegen Mordversuchs festgenommen.

Ebenfalls verletzt wurden zwei Beamte, die versucht hatten, Angermair zu Hilfe zu kommen. Der Chef der Fremdenpolizei wurde in die Innsbrucker Klinik gebracht und anschließend in häusliche Pflege entlassen.

Der Russe wird nach Abschluss der Erhebungen in die Justizanstalt überstellt. Gegen den Mann waren wiederholt Ermittlungen wegen Körperverletzung und Brandstiftung geführt worden. Bereits zwei Mal wurde er aus Österreich abgeschoben, kehrte aber immer wieder illegal zurück. Seine letzte Abschiebung im Oktober 2001 hatte Angermair veranlasst. Damals wurde der aggressive Russe von Beamten des Gendarmerieeinsatzkommandos bis Moskau begleitet. (APA)

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