US-Außenminister Colin Powell besteht auf Frist für den Irak

14. September 2002, 20:13
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Bagdad müsse zur Kooperation und Resolutionen zur Abrüstungskontrolle gezwungen werden

New York - US-Außenminister Colin Powell hat am Freitag (Ortszeit) verlangt, dass der UNO-Weltsicherheitsrat dem Irak eine Frist setzt, in der die Regierung in Bagdad die Resolutionen zur Abrüstungskontrolle befolgen muss. "Eines steht außer Zweifel", sagte Powell nach Gesprächen mit allen Sicherheitsratsmitgliedern in New York, "die nächste Resolution muss eine Frist beinhalten". Es dürfe nicht wieder eine nach dem alten Muster sein, nach der Bagdad nicht zur Kooperation gezwungen wird.

Powell sagte, dass die Sicherheitsratsmitglieder bereits in der kommenden Woche "unter Führung" des amerikanischen UNO-Botschafters John Negroponte mit der Ausarbeitung des neuen Resolutionentwurfes beginnen würden. Dabei sollten der Text, die Frist und andere Details in gemeinsamer Absprache festgelegt werden.

Er habe den anderen 14 Ländern im Rat, vor allem aber den anderen ständigen Mitgliedern (außer den USA noch Großbritannien, Frankreich, Russland und China) die Position Amerikas klar gemacht, sagte Powell. Er lehnte ab, auf die Reaktion beispielsweise Russlands einzugehen, sondern meinte lediglich, die Gespräche seien "sehr produktiv" gewesen.

Der US-Außenminister sprach eigenen Angaben zufolge am Rande der UNO-Generalversammlung auch mit den Führern arabischer Länder. Ihnen liege sehr daran, dass Bagdad die Resolutionen des Sicherheitsrates befolgt, damit es keinen Krieg in ihrer Region gebe. (APA/dpa)

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