Joschka Fischer berät in New York mit G8-Außenministern über den Irak

14. September 2002, 11:00
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Deutsche Bundesregierung lehnt US-Intervention gegen Iraks Präsidenten Hussein weiterhin ab

New York - Der deutsche Außenminister Joschka Fischer ist in New York mit seinen Kollegen aus den sieben führenden Industriestaaten und Russlands (G8) zu einem Gespräch zusammengekommen, in dessen Zentrum der Irak stehen dürfte. Die G8-Außenminister beraten am Freitagabend (Ortszeit) am Rande der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Fischer will am Samstag vor den UNO-Delegierten eine Rede halten, in der es ebenfalls um das Thema Irak und den Kampf gegen internationalen Terrorismus gehen dürfte.

Vor dem deutschen Bundestag hatte Fischer am Freitag gesagt, nach der UNO-Rede von US-Präsident George W. Bush zum Irak seien seine Sorgen nicht kleiner geworden. Die deutsche Bundesregierung lehnt eine US-Intervention gegen Iraks Präsidenten Saddam Hussein ab, die Bush weiterhin ausdrücklich als Möglichkeit bezeichnete.

Zudem dürfte Fischer die Schwerpunkte der deutschen UNO-Politik darlegen. Deutschland soll bei der Vollversammlung turnusgemäß ab Jänner 2003 für zwei Jahre in den Sicherheitsrat gewählt werden. Am Rande der Vollversammlung will Fischer zudem UNO-Generalsekretär Kofi Annan und die Außenminister verschiedener Staaten treffen. Fischer hatte bereits am Mittwoch in New York an den Gedenkfeiern für die Opfer der Anschläge vom 11. September teilgenommen. Er hatte die US-Reise am Freitag unterbrochen, um an der Haushaltsdebatte des Bundestags teilzunehmen und war noch am Freitagnachmittag wieder nach New York aufgebrochen. (APA/Reuters)

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