Grüne wollen große Pensionsreform

13. September 2002, 20:14
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Öllinger fordert Angleichung der Pensionssysteme

Wien - Die Grünen streben für den Fall einer Regierungsbeteiligung eine große Pensionsreform an. Das kündigte Sozialsprecher Karl Öllinger gegenüber der "Presse" an. Dieses Kapitel müsste wie in der Schweiz breit und unter Beteiligung aller Parteien ein, zwei Jahre diskutiert werden. Dann sollte eine echte und tiefgehende Neustrukturierung durchgeführt werden, erklärte der stellvertretende Klubchef der Grünen. Das "wichtigste Ziel" Öllingers ist eine Angleichung der Pensionssysteme.

Weiters will der Grün-Mandatar die Etablierung eines zweigliedrigen Systems. So sollen sich die Renten künftig aus einer Grundsicherung für alle und einer Versicherungsleistung zusammensetzen, die sich nach den erworbenen Ansprüchen durch geleistete Beitragszahlungen richtet und für die keine Mindestversicherungsdauer besteht. Die Grundsicherung soll aus den derzeitigen Zuschüssen aus dem Budget finanziert werden.

Bei Paaren sollte nach Ansicht der Grünen Pensions-Splitting möglich sein: Bei einer Trennung bekommt der nicht arbeitende Partner die Hälfte der Pension (als Anrechnungszeit dafür gilt die Dauer der Partnerschaft). Witwenpensionen würde es allerdings keine mehr geben, erklärte Öllinger. (APA)

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