Powell nach Gespräch mit EU-Außenministern über den Irak zufrieden

13. September 2002, 19:44
1 Posting

Weißes Haus: Der Irak hat "etwas zu verstecken"

New York - Die Außenminister der Europäischen Union haben am Freitag in New York bei einem Treffen mit ihrem amerikanischen Kollegen Colin Powell nach einer gemeinsamen Linie in der Irak- Politik gesucht. Es habe Einigkeit in der Bewertung der Situation um den Irak geherrscht, verlautete aus Delegationskreisen. Powell habe gesagt, dass die Irak-Rede von US-Präsident George W. Bush nicht als "Kriegserklärung" gegen den Irak gedacht gewesen sei. Nach dem eineinhalbstündigen Treffen am Rande der UN-Vollversammlung äußerte sich Powell zufrieden über das Gespräch. Die EU-Minister hatten zuvor bereits mit dem russischen Außenminister Igor Iwanow über die Irak-Krise gesprochen.

Die Europäische Union hatte die Irak-Rede Bushs als Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und dem Weltsicherheitsrat begrüßt. Die 15 EU-Staaten sind bisher in der Frage eines Militärschlags gegen den Irak gespalten. Während Großbritannien an der Seite der USA steht, lehnt die deutsche Regierung einen Krieg strikt ab.

Die Weigerung des Iraks, die UN-Waffeninspektoren wieder ins Land zu lassen, ist nach Ansicht Washingtons ein Beweis dafür, dass Bagdad "etwas zu verstecken" hat. Mit diesen Worten kommentierte der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, am Freitag die jüngsten Aussagen des irakischen Vizepräsidenten Tarek Aziz. Dieser hatte eine bedingungslose Wiederaufnahme der Inspektionen zuvor abgelehnt. Die USA hätten eine Kontrolle des Iraks und seiner Ölvorhaben zum Ziel sowie den Schutz Israels, sagte er dem in Dubai stationierten arabischen Sender MBC. Zugleich betonte er, der Irak habe die Mittel, sich zu verteidigen und werde den USA "eine Lektion" erteilen. (APA/dpa/AFP)

Share if you care.