Wal Keiko hat Liebeskummer

13. September 2002, 18:19
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Tierdolmetscherin will Probleme des Stars aus "Free Willy" kennen

Oslo - Der als Filmstar berühmt gewordene Wal Keiko hat seine Herzensprobleme einer Tier-Dolmetscherin anvertraut. In dem langen "telepathischen" Gespräch habe Keiko erzählt, dass er auf der Suche nach seiner besseren Hälfte sei, sagte Astrid Moe am Freitag laut der norwegischen Online-Zeitung "Adresseavisen". Allerdings habe er Zweifel, ob er jemals seine Traumpartnerin finden werde. Am schlimmsten sei es für den Meeressäuger, dass er sich zwischen zwei Welten hin- und hergerissen fühle.

Der durch die drei "Free Willy"-Filme berühmt gewordene Wal war im Juli nach rund vier Jahren Vorbereitung in die Freiheit entlassen worden. Ungeschickter Weise schwamm er in den Skaalvik-Fjord an der Westküste Norwegens. Das skandinavische Land ist neben Japan der einzige Staat, der weiterhin Jagd auf Wale macht.

Ein Satz von Keiko sei ihr besonders im Gedächtnis geblieben, sagte Moe: "Selbst als ich in Gefangenschaft war, hatte ich eine gewisse Freiheit. Heute bin ich frei, aber ich bleibe ein Gefangener." Der Filmwal, dessen japanischer Name übersetzt "Der Glückliche" heißt, zieht so viele Touristen an, dass die norwegischen Behörden einen Mindestabstand von 50 Metern zu dem Tier anordneten. Bei einem Verstoß drohen eine Geldstrafe oder bis zu sechs Monaten Gefängnis. (APA)

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