Blauer Absturz in STANDARD-Umfrage

13. September 2002, 17:50
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SP: 39 Prozent VP: 33, FP: 14 Grüne: 12

Wien - Innerhalb nur einer Woche hat die FPÖ drei Prozentpunkte verloren: In der market-Hochrechnung für den STANDARD von Freitag kommen die Freiheitlichen nur mehr auf 14 Prozent, in den Rohdaten ist sie gar auf drei Prozent gesunken. "Einen so niedrigen Wert haben wir, soweit ich mich erinnern kann, für die Freiheitlichen noch nicht gemessen", sagt market-Studienleiter David Pfarrhofer.

Profitiert von der schlechten Entwicklung der Freiheitlichen hat vor allem die ÖVP, aber auch die SPÖ. Die Sozialdemokraten kommen in der Hochrechnung auf 39 Prozent, zu Wochenbeginn waren es 38, in der Vorwoche 37 Prozent. Für die ÖVP errechnet market 33 Prozent, zu Wochenbeginn waren es 31 und in der Vorwoche erst 29. Die Grünen stagnieren bei zwölf Prozent.

Indessen setzen sich die parteiinternen Auseinandersetzungen in der FPÖ fort: Der Tiroler FP-Chef Willi Tilg hat am Freitag den "unverzüglichen" Parteiausschluss von Volksanwalt Ewald Stadler verlangt, der der Partei Schaden zugefügt habe "wie niemand zuvor".

Auf einer Sitzung der erweiterten Landesparteileitung der Kärntner FPÖ hagelte es heftige Kritik an der "unwürdigen Demontage" der zurückgetretenen Regierungsmannschaft. Haider beteuerte, dass ihm die Situation entglitten sei.

In der Frage der Abfangjäger befindet sich die FPÖ auf einem Schlingerkurs. Spitzenkandidat Herbert Haupt will den Kauf nicht absagen, sondern die Entscheidung lediglich aufschieben. (DER STANDARD, Printausgabe, 14/15.9.2002)

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