Digitale Signatur - Größte heimische Anbieter gehen zusammen

13. September 2002, 16:04
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Banken-Tochter a.trust und Telekom Austria-Tochter A-Sign fusionieren

Die beiden größten heimischen Anbieter von digitalen Signaturen, die im Internet die handschriftliche Unterschrift ersetzen sollen, gehen zusammen. Die Banken-Tochter a.trust und die Telekom Austria (TA)-Tochter A-Sign haben am Freitag die Fusion bekannt geben. Die Produkte werden künftig nur noch unter der Marke a.trust verkauft. Alle laufenden Projekte werden von "a.trust NEU" ertragsgemäß weitergeführt werden.

15 Gesellschafter

Das Unternehmen hat künftig 15 Gesellschafter aus den Bereichen Bank und Finanzwesen, Kammern und die TA. Der Entschluss zur Zusammenlegung sei das Ergebnis strategischer Überlegungen, sich mit Signatur- und Zertifikatslösungen am österreichischen und in weiterer Folge europäischen Markt führend positionieren zu wollen, heißt es in einer Aussendung.

Der Code aus Buchstaben und Zahlen

Die digitale Signatur - ein Code aus Buchstaben und Zahlen - ist auf einer Chipkarte gespeichert. Zur Übertragung der Daten ins Internet benötigt der Benutzer ein Lesegerät. Dieses wiederum ist mit einem Zahlenfeld ausgestattet - durch Eingabe eines PIN-Codes muss sich der Benutzer als Besitzer der Karte identifizieren.

Amtswege sollen vereinfacht werden

Demnächst sollen Bürger mittels digitaler Signatur Amtswege wie Einkommenssteuererklärungen und Strafregisterauszüge von daheim erledigen. "Spätestens im ersten Quartal 2003 folgen Kindergeldanträge und steuerrechtliche Angelegenheiten", so a.trust-Geschäftsführer Josef Ferstl.(APA)

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