UMTS-Lizenz verbleibt zunächst bei MobilCom

13. September 2002, 16:29
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Nur bei endgültiger Pleite fällt Konzession an Staat zurück

Bonn - Die vor der Zahlungsunfähigkeit stehende deutsche MobilCom AG darf ihre UMTS-Lizenz zunächst behalten. Nur im Falle der endgültigen Pleite falle die Konzession an die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post zurück, sagte ein Sprecher der Behörde am Freitag. Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens habe das Ziel, ein Unternehmen zu retten. Wenn es zu diesem Schritt kommen sollte, werde die oberste Aufsichtsbehörde über den Telekom-Markt auch nichts unternehmen.

Für den Fall, dass ein weiterer Lizenz-Inhaber bei MobilCom einsteigt, fällt eine Konzession auf jeden Fall an den Regulierer zurück. Dies träfe dann zu, wenn beispielsweise E-Plus oder O2 bei MobilCom einsteigen sollten. Werde das Büdelsdorfer Unternehmen aber durch eine Gesellschaft gerettet, die bisher noch nicht im deutschen UMTS-Geschäft tätig ist, muss die Lizenz nicht zurückgegeben werden. Dies gilt auch dann, wenn der Einstieg zu wesentlich günstigeren Konditionen erfolgt, als zu jenen rund 8 Mrd. Euro, die MobilCom beziehungsweise France Telecom für die UMTS-Lizenzen berappten mussten. (APA/dpa)

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