Premiere hat günstiges Hollywood-Paket in Aussicht

13. September 2002, 14:56
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Studios verbessern Konditionen auf Druck des Pay-TV-Senders

Der Abo-Sender Premiere steht vor einem weiteren Abkommen mit einem Hollywood-Studio über die Zulieferung attraktiver Spielfilme zu günstigeren Preisen. Die Vereinbarung solle in der kommenden Woche abgeschlossen werden, kündigte Premiere-Chef Georg Kofler am Freitag beim Medienforum 2002 in Berlin an. Details nannte er nicht.

"Zu viel bezahlt"

Vor vier Wochen hatte Premiere bereits eine Vereinbarung mit Universal geschlossen, die dem Sender den direkten Zugriff auf Kinofilme und TV-Produktionen des Hollywood-Studios sicherte. Auch andere Studios hatten ihre Konditionen auf Druck von Premiere verbessert. "In der Vergangenheit wurde einfach zu viel bezahlt", sagte Kofler. Die neuen Vereinbarungen enthielten Preisreduktionen zwischen 50 und 80 Prozent.

Intensive Gespräche

Über die Zukunft des Senders werden nach Worten von Kofler bereits intensive Gespräche mit Investoren geführt. Kofler sagte, er bevorzuge Finanzinvestoren. Vor einigen Tagen hatte der Premiere-Chef bereits angekündigt, es gebe mehr als ein halbes Dutzend Interessenten aus Europa. Bis zum Jahresende könne die Übernahme perfekt sein. Die Premiere-Mutter KirchPayTV hatte im Mai Insolvenzantrag gestellt. Premiere war mit Hilfe der Banken von der Pleite verschont geblieben. Da der Überbrückungskredit nur bis zum Herbst reicht, muss sich Premiere bald frisches Kapital von Investoren beschaffen, um langfristig zu überleben. (APA/dpa)

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