"And the winner is..."

13. September 2002, 14:40
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Australiens Preis an den frauenfeindlichsten Spruch des Jahres ging an den Erzbischof von Sydney, George Pell

Sydney - Der australische Erzbischof George Pell ist mit dem diesjährigen Preis für den frauenfeindlichsten Spruch des Jahres "geehrt" worden. Qualifiziert hatte sich Pell vor zwei Monaten mit der Äußerung, Abtreibung sei "ein schlimmerer moralischer Skandal als Priester, die junge Leute missbrauchen".

Auch wenn er der Verleihungszeremonie am Donnerstagabend in Sydney fernblieb, erhielt der Katholik die lautesten Buh-Rufe der Teilnehmerinnen und bekam dafür den goldenen "Ernie". Sein stärkster Konkurrent war Arbeitsminister Tony Abbott. Er hatte sich mit dem Spruch hervorgetan, Erziehungsurlaub werde es in Australien "nur über die Leiche dieser Regierung" geben.

Weitere aussichtsreiche Kandidaten

Weitere Auszeichnungen gingen an einen Unternehmenschef für seine Äußerung, er könne keine Frau finden, die talentiert genug sei, um in den Verwaltungsrat seiner Firma aufgenommen zu werden. Der Oberste Gerichtshof erhielt einen Preis für ein Urteil, in dem einer Frau die Entschädigung für den Unfalltod ihres Mannes um 20 Prozent gekürzt worden war mit der Begründung, sie sei jung genug, wieder zu heiraten. (APA/AFP)

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    Einer muss schließlich das Rennen machen: In diesem Jahr wird die Ehre Erzbischof George Pell zuteil.
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