EU-Kommission begrüßt US-Bereitschaft zu Kooperation mit UNO

13. September 2002, 14:27
posten

Dies mache es "leichter, eine gemeinsame Linie zwischen USA und EU zu finden"

Brüssel - Die EU-Kommission hat die Bereitschaft von US-Präsident George W. Bush begrüßt, in der Irak-Krise mit den Vereinten Nationen zusammenzuarbeiten. "Die Einbeziehung der UNO durch die USA wird es leichter machen, eine gemeinsame Linie zwischen den USA und der EU zu finden", sagte der Sprecher von EU-Außenkommissar Chris Patten am Freitag in Brüssel. Der Sprecher bezeichnete die Rede von Bush vor der Generalversammlung am Donnerstag als ein "wichtiges, starkes und deutliches Signal" an die internationale Gemeinschaft.

"Sie (die Rede) machte die Gründe deutlich, warum die Welt über den Irak besorgt sein sollte", sagte der Sprecher. Bushs Ansprache zeige auch, dass Washington mit dem UN-Sicherheitsrat zusammenarbeiten wolle, um sich "einer gemeinsamen Herausforderung" und den "notwendigen Resolutionen" zu stellen. Der Irak müsse jetzt alle Forderungen der UN-Resolutionen erfüllen.

Die EU-Staaten sind bisher in der Frage eines Militärschlages gegen den Irak gespalten. Während Großbritannien an der Seite von Bush steht, lehnt die deutsche Bundesregierung einen Krieg strikt ab. Andere EU-Staaten, wie Spanien, die Niederlande und auch die dänische EU-Ratspräsidentschaft, haben sich zuletzt der US-Haltung angenähert und sind von der strikten Forderung eines UNO-Mandats für einen Militärschlag abgerückt.(APA/dpa)

Share if you care.