Swisscom, Vodafone und KPN winken ab

13. September 2002, 13:23
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Kein Interesse an Mobilfunkunternehmen

Der Schweizer Telekomkonzern Swisscom hat nach den Worten seines Spitzenmanagers Jens Alder kein Interesse an der hoch verschuldeten MobilCom. Deren Schulden seien selbst für die vermögende Swisscom zu hoch, sagte er in einem Gespräch der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Auch die deutsche Vodafone-Tochter hat kein Interesse an einer Übernahme des Unternehmens oder teilen davon.

Nicht notwendig

Für die deutsche Tochter der Swisscom, Debitel, die in Deutschland und in benachbarten Ländern rund 10 Millionen Kunden hat, seien so große Akquisitionen nicht erforderlich, sagte Alder. Der Erwerb eines deutschen Netz-Besitzers im Mobilfunk würde keinen Sinn ergeben, weil dann das Debitel-Modell der Unabhängigkeit nicht mehr funktionierte, sagte der Manager.

Abwinken

E-Plus, die deutsche Mobilfunktochter der niederländischen KPN könnte bei einem Zusammenbruch von MobilCom einen großen Teil der 600 Millionen Euro, die die MobilCom derzeit für die Nutzung des E-Plus-Netzes bezahlt. Auf die Frage, ob KPN möglicherweise Teile von MobilCom kaufen wolle, sagte ein KPN-Sprecher am Freitag in Amsterdam: "Da gibt es nicht viel zu kaufen." (APA)

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