Verschiedene InterpretInnen: "Africa Raps"

    28. Oktober 2005, 13:50
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    Eine Kompilation als Ergebnis wochenlangen Wühlens in Kassettenläden afrikanischer Metropolen

    Das Interessanteste bei der 2002er (ansonsten eher müde und visionslos erscheinenden) Ars Electronica war zweifelsohne das Musikprogramm "Urban Africa Club" – kuratiert von Jay Rutledge, Ethnologe und Experte für afrikanische Musik.

    Er holte Musiker nach Linz, die bis dato nur schwer oder gar nicht in den hiesigen Worldmusikregalen zu finden sind und brachte in Erinnerung, dass ihm im übrigen für eine spezielle Lieblingsplatte zu danken ist.

    "Afrika Raps" - Jay Rutledge steht für Idee, Konzept und Musikauswahl. Er wühlte sich wochenlang in den afrikanischen Metropolen durch die Kassettenläden, um uns einen kleinen, feinen Einblick in die afrikanische Rap-Szene zu schenken. Allein im urbanen Dakar werden an die 2000 Rapgruppen gezählt, erste Richtungsweiser waren - so die Überlieferung - "Positive Black Soul", deren Hit "Boul Falé" zur Bezeichnung einer ganzen Generation geworden ist, jener Generation, die sich nicht länger von Versprechungen korrupter Politiker abhängig machen will, sondern ihr Leben selbst in die Hand nimmt: "Kümmere dich nicht darum, was die Leute sagen, sondern tu´, was du für richtig hältst".

    "Afrika Raps" - eine abwechslungsreiche und fette musikalische Reise nach Senegal, Mali und Gambia, die die unterschiedlichen und vielfältigen Aspekte des afrikanischen HipHop widerspiegelt. Und mittlerweile sind den österreichischen Rap-Interessierten zumindest Pee Froiss und BMG 44 ein Begriff. Course "Africa raps!" (pd)

    "AFRICA RAPS"
    Senegal, Mali and Gambia.

    Trikont (2002)
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      trikont
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