Fußi stellt sich der Wahl

13. September 2002, 18:20
52 Postings

Drei Freiheitliche und ein SP-Mandatar sollen Antritt ermöglichen

Wien - Der zehnköpfige Bundesvorstand der Kleinpartei "Die Demokraten" hat Donnerstagabend einstimmig beschlossen, bei den Nationalratswahlen kandidieren zu wollen. Das gab der Vorsitzende Rudolf Fußi, der auch Initiator des Anti-Abfangjäger-Volksbegehrens war, am Freitag bekannt. Einen Spitzenkandidaten für die Wahl gibt es nicht, man wolle noch etwas zuwarten.

Ermöglicht werden soll die Kandidatur durch vier Unterschriften von Nationalratsabgeordneten, erklärte Fußi. Notwendig wären für eine bundesweite Wahlkandidatur sogar nur drei Abgeordneten- Unterschriften. Drei FPÖ-Abgeordnete und ein SPÖ-Mandatar sollen dafür ihre Unterschrift bereits fix zugesagt habe. Die Namen wollte Fußi vorerst allerdings keine nennen. Diese werde man erst am 18. Oktober (Annahmeschluss für die Landeswahlvorschläge) bekannt geben.

Finden "Die Demokraten" keine drei Abgeordneten, müsste er 2600 Unterschriften von wahlberechtigten Bürgern sammeln.

Gerade jetzt sei eine Alternative zu den vier Parlamentsparteien notwendig, begründete Fußi seinen Schritt. Sein Angebot gilt vor allem "wirtschaftsliberalen Wählern und FP-Funktionären". Fußi: "Wir sind die einzige Möglichkeit, sowohl Blau-Schwarz als auch Rot-Grün zu verhindern."

In den Wahlkampf wollen "Die Demokraten" erst spät einsteigen, weil sie sich, so Fußi, am "laufenden Wahlgeplänkel" nicht beteiligen wollten: "Diese Lügerei ist nichts für mich." (DER STANDARD, Printausgabe, 14/15.9.2002)

  • Artikelbild
    foto: derstandard.at
Share if you care.