Fast weggeschmolzen: Außenhandelsdefizit zum Halbjahr

13. September 2002, 11:47
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Importe stark rückläufig

Wien - Fast völlig weggeschmolzen ist das traditionelle Defizit der Warenverkehrsbilanz im ersten Halbjahr 2002, hauptsächlich wegen stark rückläufiger Importe. Nach einem Minus von 2,9 Mrd. Euro in der Vorjahresperiode verringerte sich der Wert nach vorläufigen Zahlen auf 60 Mill. Euro, teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Die Einfuhren sanken in den ersten sechs Monaten um 5,0 Prozent auf 38,1 Mrd. Euro, während die Exporte um 2,3 Prozent auf 38,0 Mrd. Euro zulegten.

Rückläufig war der Handel mit EU-Staaten im ersten Halbjahr. Der Einfuhrwert aus diesen Ländern betrug 24,9 Mrd. Euro und fiel damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,1 Prozent Euro geringer aus. Der Wert der Exporte lag mit 23,1 Mrd. Euro um 0,5 Prozent unter dem Vergleichswert 2001. Das Handelsbilanzdefizit mit der Europäischen Union verringerte sich von 2,8 Mrd. Euro auf 1,8 Mrd. Euro.

Ausfuhrüberschuss

Im Handel mit Drittstaaten gingen die Importe um 6,5 Prozent auf 13,1 Mrd. Euro zurück, während die Exporte um 7,1 Prozent auf 14,9 Mrd. Euro zulegten. Zum Halbjahr gab es somit einen Ausfuhrüberschuss von 1,7 Mrd. Euro nach einem leichten Defizit von 0,1 Mrd. Euro in der Vergleichsperiode 2001.

Im Juni 2002 setzte sich die Tendenz der Vormonate, sinkende Importe bei steigenden Ausfuhren, fort. Die Einfuhren sanken um 4,5 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro, während die Exporte um 6,9 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro anstiegen. Es wurde ein Außenhandelsüberschuss von 0,4 Mrd. Euro erzielt, nach einem Minus von 0,3 Mrd. Euro zum Halbjahr 2001. (APA)

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