Tschechischer Taucher in Unterwasserhöhle in Kroatien ermordet

13. September 2002, 11:43
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Ursprünglich Unfall vermutet

Zagreb - Was zunächst wie ein Taucherunfall an der kroatischen Adriaküste aussah, könnte sich zu einem Kriminalfall entwickeln. Die Leiche eines am Donnerstag in einer Unterwasserhöhle gefundenen 31-jährigen tschechischen Tauchers wies eine Stichwunde im Brustbereich auf, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur HINA am Freitag. Pathologen in Split sollen nun die genaue Todesursache klären. Die Kriminalpolizei wurde eingeschaltet.

Beim Rettungsversuch des - wie berichtet - als vermisst gemeldeten Tschechen in der Unterwasserhöhle nahe der Adriainsel Solta kam auch ein 25-jähriger Polizeitaucher ums Leben. Die beiden Leichen wurden in etwa 50 Meter Wassertiefe gefunden. Der Tscheche war am Mittwochabend bei Dunkelheit ins Wasser gegangen, um in die Höhle zu tauchen. Nachdem er zwei Stunden später noch immer nicht zurückgekehrt war, wurde das Rettungsteam alarmiert. In diesem Jahr sind in Kroatien schon zuvor mindestens drei Taucher ertrunken, zwei von ihnen waren Touristen aus Tschechien. (APA/dpa)

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