Künstliche Befruchtung erhöht Risiko für Missbildungen

13. September 2002, 11:18
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Welche Methode gewählt wird, scheint hingegen keine Rolle zu spielen

Jena - Eine künstliche Befruchtung steigert das Risiko einer Missbildung des Kindes. Jüngste Studien weisen darauf hin, dass so genannte chromosomale Anomalien hier häufiger auftreten als bei Geburten nach natürlicher Befruchtung, wie der Göttinger Humangenetiker Wolfgang Engel auf der 14. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Andrologie in Jena berichtete. Allerdings scheine die Art der künstlichen Befruchtung kaum Einfluss auf das Missbildungsrisiko zu haben.

Die so genannte In-Vitro-Fertilisation (IVF), bei der männlicher Samen über Eizellen verteilt wird, hat nach Angaben des Experten eine ähnliche Quote wie die Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), bei der in die Eizelle mit einer Mikropipette hineingestochen und der Samen eingespritzt wird. Engel riet in jedem Fall künftigen Eltern, in deren Familie eine genetische Krankheit bekannt ist, sich vor der künstlichen Befruchtung beraten zu lassen.(APA/AP)

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