"Baustellen-Smilies" als "Stimmungsmacher" für Autofahrer

13. September 2002, 11:03
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Pilotprojekt der Asfinag - Österreichweiter Einsatz geplant

Linz/Wien - Überrascht und verwundert reagieren die meisten Autofahrer auf eine Idee, die derzeit im Baustellenbereich beim Bosrucktunnel auf der Pyhrnautobahn in Oberösterreich von der Autobahngesellschaft Asfinag erprobt wird: Spezielle Schilder mit so genannten Smilies. Diese zeigen nicht nur an, wie viele Kilometer noch bis zum Ende der Baustelle zurückzulegen sind, die Smilies wechseln im Streckenverlauf auch ihren Gesichtsausdruck - von wütend bis freundlich. Die Idee dahinter: "Der Autofahrer soll sich freuen, dass er bald wieder aus dem Baustellenbereich rauskommt", erklärte Marc Zimmermann, Unternehmenssprecher der Asfinag.

Eine Anleihe für die Smilies holte sich die Asfinag in der Schweiz. In Österreich wurde das Pilotprojekt im Juni auf der A9 bei Gleinalm in der Steiermark gestartet. Nach Beendigung der dortigen Bauarbeiten wurden die Schilder nach Oberösterreich "versetzt". Alle paar Meter weisen die "Asfinag Smilies" auf das noch entfernte oder baldige Ende der Baustelle hin - mit Gesichtern, die wohl auch die Stimmung der meisten Autofahrer ausdrücken. Ist der Smilie am Beginn der Baustelle eigentlich keiner - noch rot und zornig, so wird er im Streckenverlauf grüner und freundlicher.

Mit den Schildern soll ein positiver "Einfluss auf das Verhalten der Autofahrer genommen werden", so Zimmermann. Viele würden schimpfen, wenn eine Baustelle kommt, daher solle auch - "mit einem kleinen Lächeln" - vermittelt werden, dass Baustellen für eine "gute Straße" sorgen.

Bisher wurden rund 100 Autofahrer zu den Smilies befragt. Das Echo sei sehr positiv gewesen, berichtet Zimmermann. Es werde überlegt, im Herbst die Schilder flächendeckend auf Österreichs Großbaustellen einzusetzen. Über die Finanzierung wollte Zimmermann nichts sagen, aber: "Die Wirkung überwiegt jedenfalls die Kosten deutlich." (APA)

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