Gründer Schmid wirft France Telecom Rechtsbruch vor

13. September 2002, 10:20
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Jüngste Entscheidung von France Telecom sei die "schlechteste aller denkbaren Lösungen"

Der Gründer, Großaktionär und ehemalige Mobilcom-Vorstandschef Gerhard Schmid hat den angekündigten Rückzug von France Telecom aus dem deutschen Partnerunternehmen Mobilcom als "rechtsbrecherisch" bezeichnet.

Keine Lösung

Schmid erklärte einer am Freitagmorgen verbreiteten Mitteilung zufolge, die jüngste Entscheidung von France Telecom sei die "schlechteste aller denkbaren Lösungen" für die hochverschuldete Mobilcom. France Telecom habe sich getrieben von den eigenen Interessen aus der Verantwortung gestohlen. "Jetzt müssen die Gerichte über das meiner Meinung nach skandalöse und rechtsbrecherische Verhalten von France Telecom urteilen", erklärte Schmid, der zusammen mit seiner Frau knapp die Hälfte der Mobilcom-Aktien hält. Schmid lud über seine Presseagentur für 12.30 Uhr (MESZ) zu einer Pressekonferenz in Hamburg ein.

Einbruch

Der Aktienkurs des Mobilfunkanbieters MobilCom ist nach dem Rückzug des Partners France Télécom am Freitagmorgen zum Börsenstart eingebrochen. Der Anteilsschein notierte an der Frankfurter Börse bei 0,86 Euro und stand damit gut 52 Prozent im Minus. Der Verwaltungsrat von France Télécom hatte am Donnerstagabend entschieden, das Büdelsdorfer Unternehmen fallen zu lassen. Damit muss MobilCom voraussichtlich binnen weniger Tage Insolvenz beantragen. (APA)

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