Brennender Frachter vor Südafrikas Küste droht zu brechen

13. September 2002, 17:10
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Gefahr einer Umweltverschmutzung des Naturschutzgebietes verschärft

Richards Bay - Nach der Havarie des brennenden Frachters "Joly Rubino" vor der südafrikanischen Küste hat sich die Gefahr einer Umweltverschmutzung verschärft.

Das italienische Schiff mit Chemikalien, Luxusautos sowie 1.100 Tonnen Treibstoff und 225 Tonnen Schweröl an Bord droht auseinander zu brechen, berichteten Medien am Freitag. Experten befürchten eine Verschmutzung des ökologisch einzigartigen Naturschutzgebiets St. Lucia. Nach der Havarie habe sich bereits ein ein Kilometer langer Ölteppich gebildet.

Das 190 Meter lange Schiff war am Dienstag von seiner Mannschaft aufgegeben worden und liegt auf einem Felsriff vor der Ostküste fest. Versuche, Bergungsmannschaften an Bord zu bringen, sind an den stürmischen Wetterverhältnissen und den Flammen gescheitert. Luftbilder zeigten schwere Explosionszerstörungen. Das St. Lucia- Feuchtgebiet ist von der UNESCO wegen seiner einmaligen Artenvielfalt auf die Liste des schützenswerten Welterbes gesetzt worden.

Die 22-köpfige Besatzung war nach einem SOS-Ruf per Helikopter von Bord geholt worden. Das Schiff befand sich in rauer See auf dem Weg vom südafrikanischen Hafen Durban nach Mombasa in Kenia. Der Brand war aus noch ungeklärter Ursache auf der Höhe von Richards Bay im Maschinenraum ausgebrochen. Vorsorglich wurden Ölbekämpfungsschiffe und Aufklärungsflugzeuge zu dem brennenden Schiff beordert. (APA/dpa)

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